Klamotten, Schuhe und Ich – Ein Alptraum

Liebe Lesende,

Heute soll die Wende dieses Blogs eingeläutet werden. Daher gibt es einen etwas persönlicheren Beitrag.

Seit Jahren schon und verstärkt in den letzten Monaten stelle ich mir immer wieder die Frage wie ich wohl auf Andere wirke. Und ich merke immer wieder, dass das Bild, das ich von mir habe, extrem von dem abweicht das Andere von mir haben. So ist es immer wieder extrem schwierig für mich die richtigen Klamotten zu finden. Als Jugendliche war ich eher ein Junge, habe mich auch dementsprechend angezogen und meine Haare waren nie länger als 7 cm. Zeige ich heute Fotos aus dieser Zeit werde ich für meinen Bruder gehalten. Und ehrlich gesagt kleinere Schlägereien hab ich erst eingestellt, als die Jungs aus  meiner Klasse größer und stärker wurden als ich. Die burschikose Art hielt bis zur 9. oder 10. Klasse, dann fing ich an mich ein bisschen anders zu kleiden, blieb aber bei der eher burschikos-sportlichen Art und Weise. In den letzten 10 Jahren hat sich vieles geändert, meine Haare sind lang, meine Figur hat sich natürlich auch etwas gewandelt und ich versuche mich auch ein bisschen weiblicher anzuziehen, jedoch gilt es für mich immer nichts zu Enges zu tragen, da ich doch Einiges kaschieren muss. Ich habe mich immer gewehrt einen Rock zu kaufen da ich immer der Meinung war, dass das nicht ich bin, und ich fühle mich auch nach wie vor darin unwohl. Ich habe nun zwar 1 oder 2 Röcke im Schrank, habe diese aber bislang je nur einmal getragen. Irgendwie habe ich immer das Gefühl, dass es nicht zu mir passt. Obwohl ich beide Male Komplimente geerntet habe. Auch vor anderen Klamotten, die in irgend einer Weise „zu weiblich“ sein könnten schrecke ich zurück. In meinem Kopf scheine ich immer noch der burschikose Teenie zu sein, der nun mal eher wie ein Junge aussieht und weniger wie eine Frau. Und das ist auch nicht aus meinem Kopf zu kriegen.

Neben den Klamotten habe ich auch ein riesen Problem mit Schuhen. Zum Einen habe ich mir sogar in Turnschuhen schon mehrfach die Bänder überdehnt, oder sogar angerissen und ich falle mehrmals im Jahr einfach hin. Wie das genau geht, kann ich Euch nicht sagen, aber es passiert in den unmöglichsten Situationen (meine beste Freundin könnte Euch Geschichten erzählen!!). Zum Anderen habe ich eine Fehlstellung der Füße, sodass ich bei den falschen Schuhen schlimmstenfalls nach wenigen Metern Krämpfen in den Füßen bekomme, die den Tag sehr lange werden lassen könnten. Die Frau aus dem Orthopädieschuhaus empfahl mir neben Einlagen bestimmte Schuhe, die mir tatsächlich halfen die Tage ohne Krämpfe zu überstehen, gleichzeitig sind das fast ausschliesslich Turn- oder Trekkingschuhe, sodass das meine Weiblichkeit nicht wirklich unterstreicht.  Zusätzlich sagte man mir mehrfach, dass ich irgendwie männlich gehe, sodass ich mich schon recht trampelig fühle. Verbunden mit dem „das passt nicht zu mir“ stehe ich regelmäßig recht verzeifelt in den Schuhhäusern und lande regelmäßig in der Männerabteilung und nehme mir von dort irgendwelche Schuhe mit, die nicht zu schlimm aussehen, und bequem sind. Häufig Turnschuhe oder Sneakers. Ich traue mich da nicht an irgendwelche Frauenschuhe ran. Wie ihr seht ich habe wohl regelrecht kein Gefühl für Mode, die zu mir passt, und das ärgert mich in gewissem Maße. Ich zieh halt an was im Schrank ist, und der Schrank wird 2-3 Mal im Jahr mit neuen (unspektakulären) Klamotten ausm Online-Shop bestückt, da ich in Läden sowieso nicht zu gehen brauche. Zumal ich diese Shopperei regelrecht nervig und anstrengend finde.

Meine besten Freundinnen und ich hatten vor einigen Jahren schon einmal die Idee eine Farb- und Stilberatung in Anspruch zu nehmen, am besten in der Gruppe, das bringt bestimmt auch sehr viel Spaß. Einer Freundin haben wir nun die Teilnahme an so einer Beratung geschenkt und sobald wir einen Termin gefunden haben, werden wir uns zu sechst der Beraterin stellen und ich bin sehr gespannt was dabei raus kommt. Ich bin gespannt, ob da auch die Barriere, die in meinem Kopf herrscht etwas gelöst werden kann und ich Anregungen bekomme, die mich in einer Veränderung bestärken.

So, das war nun dieser persönlichere Beitrag und ich muss sagen, dass es mir sehr schwer fiel ihn zu schreiben. Aber ich hab nun bestimmt öfters die Möglichkeit mich darin zu üben.

 

Eure

 

@kischtrine

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