Rezepteordner selbst gemacht

Immer wieder schaue ich meiner Mutter über die Schulter wie sie kocht oder Rezpte meiner Oma ausprobiert. Ebenso drucke ich immer wieder Rezepte aus dem Internet aus, oder schreibe sie aus den Kochbüchern meiner Mutter ab. Wo hin mit den ganzen Zettel?

Ich hatte schon früher in der Schule immer das Bedürfnis die langweiligen Ordner etwas zu verschönern, so habe ich mich vor einigen Wochen aufgerafft und habe einen Ordner für meine Rezepte zusammen gestellt.

Zuerst habe ich aus Zeitschriften schöne Fotos raus gesucht und habe diese auf dem Ordner verteilt, dann habe ich sie fest geklebt. Für die Beschriftung habe ich ein schönes Papier ausgesucht und es beschriftet (das war mit das Schwerste bei meiner Sauklaue). Zum Schluss habe ich dann die durchsichtige Folie darüber geklebt.

Irgendwann wird es bestimmt auch noch ein Register geben, was bei der Menge an Rezepten vielleicht hilfreich sein könnte.

Eure @kischtrine

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Zwetschgenknödel wie Oma sie immer machte

Am Wochenende habe ich meine Mutter besucht. Immer im Herbst wünscht sich die ganze Familie, dass sie Zwetschgenknödel macht. Genau wie Oma damals. Und dieses Wochenende hat sie uns den Wunsch erfüllt und ich habe geholfen und dabei auch ein bisschen was gelernt.

In unserer Familie werden Zwetschgenknödel seit je her mit Hefeteig gemacht. Kartoffelteig mag irgendwie keiner von uns so richtig. Dazu gibt es geröstete Semmelbrösel und wer mag streut auch noch etwas Zucker darüber. Den Hefeteig hat meine Mutter gleich am Morgen gemacht, noch bevor ich überhaupt wach war. Daher hier nur kurz das Rezept.

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Für den Hefeteig für ca. 30 Knödel bzw. 3-4 Personen braucht ihr:

6 gestr. EL Zucker

2-3 Eier

6-7 EL Öl

ca. 1/4 l Milch

1/2 TL Salz

etwas geriebene Zitronenschale

500 g Mehl

20 g Hefe

Zucker, Eier, Öl, die Hälfte der Milch und das Salz in eine Schüssel geben und gut verrühren. Nun das Mehl dazu geben und die Hefe darauf bröckeln bevor ihr die Masse mit Knethaken vermengt. Sollte der Teig zu fest sein noch etwas von der Milch dazu geben. Der Teig muss schön weich sein, daher gut vermischen und rühren. Nun ein Geschirrtuch über die Schüssel legen und den Teig im Warmen gehen lassen und darauf achten, dass er keinen kalten Zug abbekommt (also nicht vor dem geöffneten Fenster stehen lassen oder sowas).

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Hefeteig, der in der Schüssel auf geht. Sehr sogar. 🙂

Wir haben den Teig ca. ne Stunde gehen lassen, dann habe ich ihn noch mal etwas durchgeknetet und wieder in die Schüssel gegeben. In der Zwischenzeit hab ich angefangen die Zwetschgen zu entkernen und die Semmelbrösel zu rösten. Dazu ca. 70g Butter in einer Pfanne zergehen lassen und dann die Semmelbrösel leicht anrösten. Aufpassen, dass sie nicht zu dunkel werden.

Wenn der Teig wieder gut aufgegangen ist, setzt ihr nun Wasser auf. Nehmt am besten einen großen Topf, damit ihr möglichst viele Knödel darin kochen könnt. Füllt nun so viel Wasser hinein, dass es ca. 15-20 cm hoch steht und gebt eine größere Prise Salz hinein. Dies bringt ihr zum Kochen. Bis es kocht, könnt ihr nun schon die ersten Knödel vorbereiten. Achtet darauf nicht zu viel Teig zu nehmen. Aber so viel, dass eine Zwetschge völlig mit Teig bedeckt ist. Es ist wichtig, dass kein Loch im Teig ist.

Bis sie in den Topf kommen, geht der Teig rund um die Zwetschge dann auch nochmal etwas auf. Sobald das Wasser kocht gebt ihr die Knödel hinein. Es sollte genügend Platz bleiben, dass sie auf gehen können ohne aneinander zu pappen. Die Temperatur herunter schalten, sodass das Wasser später nur noch köchelt. Sobald ihr die Knödel hinein getan habt, müsst ihr einen Deckel auf den Topf tun. Es ist wichtig, dass ihr ihn nun für die nächsten 12 Minuten nicht anhebt, damit die Knödel gut gekocht werden ohne zusammen zu fallen.

Wenn die ca. 12 Minuten vorbei sind, holt ihr die Knödel am besten mit einem Sieb aus dem Topf heraus. Ihr müsst sie dann sofort mit 2 Gabeln aufreissen, damit sie nicht zu sehr zusammen fallen. Am Besten macht ihr das zu zweit. Da die Knödel ja auf Grund der Menge in Etappen gekocht werden, haben wir den Backofen auf ca. 80 Grad aufgeheizt und haben die Knödel dann in eine Auflaufform gegeben und diese in den Backofen gestellt um die Knödel warm zu halten. Natürlich schmecken sie aber frisch aus dem Topf am Besten.

Wir hatten einige ziemlich saure Zwetschgen dabei, während des Kochens verlieren sie wohl jedoch etwas ihre Säure, und wenn man die Knödel dann mit Semmelbröseln und etwas Zucker bestreut, schmecken sie sehr sehr lecker.

Herauszufinden wieviele Knödel ihr braucht ist sehr schwierig. Mein Bruder und mein Neffe haben zwischen 10 und 12 verdrückt, mein Schwager hat nur 9 geschafft, und meine Mutter und ich haben ca. 7 Stück gegessen. Als mein Neffe nach 7 Stück meinte, er habe keinen Hunger mehr hatten wir kurz bedenken, was wir mit den vielen Knödeln noch tun sollten, die da übrig waren, aber er angelte sich nach und nach noch einen und noch einen, sodass er dann 13 Stück gegessen hat. Es scheint ihm also sehr geschmeckt zu haben 😉

Sollten ein paar Knödel übrig sein, einfach in Streifen schneiden und leicht anbraten, wenn man doch wieder Hunger bekommt. Das schmeckt auch sehr lecker.

Guten Appetit

Eure @kischtrine