Gedanken zur Familiengeschichte zur Kriegs- und Nachkriegszeit

Liebe Lesende,

Nachdem ich kurz bei einer Fernsehsendung über den 2. Weltkrieg rein geschaut hatte, tat sich mal wieder ein Thema bei mir auf, das mich in den letzten Jahren immer wieder beschäftigt: Wie getreu waren meine Großeltern zur Nazi-Zeit? Über das Thema wurde nie wirklich gesprochen und ich muss sagen, dass ich bei meiner Großmutter auch nie richtig nachgefragt hatte. Sie machte deutlich, dass sie gegen den Krieg war, sie erzählte beschämt immer wieder darüber wie sie sich fühlte, wenn sie auf jüdische Gefangene traf. Ich wagte es aber nie genauer nachzufragen. Ihr Hauptthema so schien es mir, war sowieso die Zeit nach dem Krieg. Was ich auch irgendwie nachvollziehen kann. Man sieht doch sehr ungerne auch den Gesamtkontext wenn man selbst ein schwieriges Leben hatte. Und eine Aufarbeitung fand glaube ich bei Vielen nicht statt. Vor allem nicht, wenn die Kinder in den 60er Jahren nicht anfingen Fragen zu stellen.

Meine Oma lebte im Leitmeritz, das heute in Tschechien liegt, und war Sudetendeutsche, die nach dem Krieg flüchten musste. Sie war 24 Jahre alt, meine Mutter war ca. 3, ihr Mann war vermisst gemeldet und von einem Tag auf den Anderen musste sie ihre Heimat verlassen. Sie war Schneiderin, fand somit zum Glück immer wieder Arbeit und schaffte es so meine Mutter und sich durch zu bringen. Sie erzählte davon, dass sie fast die gesamte Flucht zu Fuß zurück legte, dass die Kinder aber immer wieder auf Lastwagen gehoben wurden und sie nie wusste, ob sie ihr Kind am vereinbarten Punkt wieder in die Arme schließen könnte. Das muss wirklich schrecklich gewesen sein. Über die Flucht hat sie immer wieder erzählt und auch über die Zeit als sie anfing sich wieder ein neues Leben aufzubauen als sie dann schliesslich in Österreich gelandet war und einen neuen Mann kennengelernt hatte. Meinen Stief-Opa, den ich noch kennenlernen konnte.

Über meinen leiblichen Großvater erzählte sie sehr wenig. Erst in den letzten Jahren vor ihrem Tod, war er doch immer mal wieder Gesprächsthema. So erfuhr ich, dass er wohl Schriftsetzer war und wohl auch viel in Berlin. Meiner Mutter erzählte sie mal als ich nicht anwesend war, dass er wohl ein rechter Frauenheld war und sie damals überglücklich, dass er sie erwählt hatte. Was er allerdings so alles trieb, als meine Oma nicht dabei war, das ließ sich aus den Erzählungen nur erahnen. Mir gegenüber klang es immer so als sei sie glücklich gewesen, wenn sie ihn mal bei sich haben konnte. Irgendwann erfuhr ich, dass meine Mutter wohl nach einer Schauspielerin benannt wurde, die meinem Opa in den 40er Jahren sehr gefiel. Eine kurze Internetrecherche zeigt mir, dass es sich wohl um eine Schauspielerin handelt, die in NS-Propagandafilmen mitspielte und nach dem Krieg wohl keinen Fuß mehr auf die Film-oder Theaterbühne bekam. Das machte mich schon etwas stutzig, ehrlich gesagt. Vielleicht war es aber auch einfach der Zeit geschuldet und dass sie wohl sehr attraktiv war. Ich erinnere mich jedoch auch an Erzählungen meiner Oma, dass mein Großvater sie immer in Verstecke zog, wenn er in Uniform war und sie hörten, dass eine Gruppe Gefangener aus Theresienstadt auf sie zu kamen. Sie erzählte, dass man das sehr häufig auf Grund der Holzschuhe schon sehr früh hören konnte. Angeblich sei es ihm unangenehm gewesen auf die Gefangenen zu treffen, da sie sie sonst wohl hätten vor ihm verneigen müssen oder Ähnliches, genau weiss ich das leider nicht mehr. Da ich mich zu wenig damit auskenne, stellt sich mir dann aber schon die Frage, welchen Rang mein Opa denn in der Wehrmacht inne hatte.

Vor einigen Jahren habe ich „Die Wohnung“ im Kino geschaut. Ein Film über die Familiengeschichte einer jüdischen Familie. Die Oma, die zur NS-Zeit nach Israel flüchtete, ist verstorben und die Familie bzw. der Enkel beschäftigt sich daraufhin beim Ausräumen der Wohnung mehr mit dem Leben der Großeltern vor der Zeit in Israel. Er findet heraus, dass seine Großeltern auch nach dem Krieg noch freundschaftlichen Kontakt zu einem Ehepaar hielten, dessen Mann wohl eine große Rolle in der Planung des Holocaust spielte. Er forschte dazu in der Familie und nahm auch Kontakt zu der befreundeten Familie in Deutschland auf. Ich fand den Film sehr spannend und es war interessant zu beobachten wie viele kleine Mosaikstücke, die er in der Wohnung fand sich  mit Hintergrund-Infos immer mehr zusammen fügten und ein Bild ergaben. Ich kann den Film sehr empfehlen.

Natürlich gehe ich nicht davon aus, dass hinter meiner Familie auch so eine spektakuläre Geschichte steht, aber dennoch würde ich nun doch gerne mehr darüber wissen. Meine Mutter kann ich dazu leider nicht befragen.

Es kommt bei mir immer wieder die Frage auf, ob meine Oma Dinge verheimlichte, ob sie vielleicht selbst nicht so genau wusste, was ihr Mann genau trieb? Welche Rolle spielte auch meine Oma in der NS-Zeit? Darüber würde ich echt gerne mehr erfahren. Vielleicht muss ich mal die Fotoalben durchstöbern, eventuell erhalte ich ja dann mehr Infos dazu.

Gibt es bei Euch auch solche Geschichten in der Familie? Stellt ihr Euch auch immer wieder Fragen dazu? Habt ihr mit Euren Eltern oder Großeltern darüber gesprochen? Das würde mich sehr interessieren.

 

Eure

@kischtrine

Klamotten, Schuhe und Ich – Ein Alptraum

Liebe Lesende,

Heute soll die Wende dieses Blogs eingeläutet werden. Daher gibt es einen etwas persönlicheren Beitrag.

Seit Jahren schon und verstärkt in den letzten Monaten stelle ich mir immer wieder die Frage wie ich wohl auf Andere wirke. Und ich merke immer wieder, dass das Bild, das ich von mir habe, extrem von dem abweicht das Andere von mir haben. So ist es immer wieder extrem schwierig für mich die richtigen Klamotten zu finden. Als Jugendliche war ich eher ein Junge, habe mich auch dementsprechend angezogen und meine Haare waren nie länger als 7 cm. Zeige ich heute Fotos aus dieser Zeit werde ich für meinen Bruder gehalten. Und ehrlich gesagt kleinere Schlägereien hab ich erst eingestellt, als die Jungs aus  meiner Klasse größer und stärker wurden als ich. Die burschikose Art hielt bis zur 9. oder 10. Klasse, dann fing ich an mich ein bisschen anders zu kleiden, blieb aber bei der eher burschikos-sportlichen Art und Weise. In den letzten 10 Jahren hat sich vieles geändert, meine Haare sind lang, meine Figur hat sich natürlich auch etwas gewandelt und ich versuche mich auch ein bisschen weiblicher anzuziehen, jedoch gilt es für mich immer nichts zu Enges zu tragen, da ich doch Einiges kaschieren muss. Ich habe mich immer gewehrt einen Rock zu kaufen da ich immer der Meinung war, dass das nicht ich bin, und ich fühle mich auch nach wie vor darin unwohl. Ich habe nun zwar 1 oder 2 Röcke im Schrank, habe diese aber bislang je nur einmal getragen. Irgendwie habe ich immer das Gefühl, dass es nicht zu mir passt. Obwohl ich beide Male Komplimente geerntet habe. Auch vor anderen Klamotten, die in irgend einer Weise „zu weiblich“ sein könnten schrecke ich zurück. In meinem Kopf scheine ich immer noch der burschikose Teenie zu sein, der nun mal eher wie ein Junge aussieht und weniger wie eine Frau. Und das ist auch nicht aus meinem Kopf zu kriegen.

Neben den Klamotten habe ich auch ein riesen Problem mit Schuhen. Zum Einen habe ich mir sogar in Turnschuhen schon mehrfach die Bänder überdehnt, oder sogar angerissen und ich falle mehrmals im Jahr einfach hin. Wie das genau geht, kann ich Euch nicht sagen, aber es passiert in den unmöglichsten Situationen (meine beste Freundin könnte Euch Geschichten erzählen!!). Zum Anderen habe ich eine Fehlstellung der Füße, sodass ich bei den falschen Schuhen schlimmstenfalls nach wenigen Metern Krämpfen in den Füßen bekomme, die den Tag sehr lange werden lassen könnten. Die Frau aus dem Orthopädieschuhaus empfahl mir neben Einlagen bestimmte Schuhe, die mir tatsächlich halfen die Tage ohne Krämpfe zu überstehen, gleichzeitig sind das fast ausschliesslich Turn- oder Trekkingschuhe, sodass das meine Weiblichkeit nicht wirklich unterstreicht.  Zusätzlich sagte man mir mehrfach, dass ich irgendwie männlich gehe, sodass ich mich schon recht trampelig fühle. Verbunden mit dem „das passt nicht zu mir“ stehe ich regelmäßig recht verzeifelt in den Schuhhäusern und lande regelmäßig in der Männerabteilung und nehme mir von dort irgendwelche Schuhe mit, die nicht zu schlimm aussehen, und bequem sind. Häufig Turnschuhe oder Sneakers. Ich traue mich da nicht an irgendwelche Frauenschuhe ran. Wie ihr seht ich habe wohl regelrecht kein Gefühl für Mode, die zu mir passt, und das ärgert mich in gewissem Maße. Ich zieh halt an was im Schrank ist, und der Schrank wird 2-3 Mal im Jahr mit neuen (unspektakulären) Klamotten ausm Online-Shop bestückt, da ich in Läden sowieso nicht zu gehen brauche. Zumal ich diese Shopperei regelrecht nervig und anstrengend finde.

Meine besten Freundinnen und ich hatten vor einigen Jahren schon einmal die Idee eine Farb- und Stilberatung in Anspruch zu nehmen, am besten in der Gruppe, das bringt bestimmt auch sehr viel Spaß. Einer Freundin haben wir nun die Teilnahme an so einer Beratung geschenkt und sobald wir einen Termin gefunden haben, werden wir uns zu sechst der Beraterin stellen und ich bin sehr gespannt was dabei raus kommt. Ich bin gespannt, ob da auch die Barriere, die in meinem Kopf herrscht etwas gelöst werden kann und ich Anregungen bekomme, die mich in einer Veränderung bestärken.

So, das war nun dieser persönlichere Beitrag und ich muss sagen, dass es mir sehr schwer fiel ihn zu schreiben. Aber ich hab nun bestimmt öfters die Möglichkeit mich darin zu üben.

 

Eure

 

@kischtrine

Neuanfang

Liebe Lesende,

Eine Woche kein Beitrag, und zuvor habe ich mir schon Gedanken gemacht, wie es mit dem Blog weiter gehen soll. In der letzten Woche und auch schon in den letzten Monaten sind einige Dinge passiert oder mir aufgefallen, die ich nun gerne verbloggen würde, die jedoch gar nichts mit dem Thema Essen zu tun haben. Es scheint als ändert sich nicht nur in meinem Leben Vieles sondern wohl auch hier 🙂

Wie ich schon vor einigen Wochen ankündigte, überlege ich mir das Blog für weitere Themen zu öffnen. Für das Leben zu öffnen. Denn Essen und Süßigkeiten sind nur ein Teil davon und auch nur ein Teil meines Lebens wie ihr Euch denken könnt.

Ich merkte einfach, dass Essen nicht genügend her gibt um jede Woche einen Blogpost zu schreiben. Und als Ironblogger muss man jede Woche etwas schreiben! Ich habe doch einen gewissen Anspruch an mich selbst und möchte nicht nur irgendetwas schreiben nur um geschrieben zu haben.

Daher werde ich in den nächsten Tagen das Blog etwas umstellen, umformulieren und kleine Änderungen vornehmen, im Rahmen meiner „keine programmierkenntnishabenden“ Möglichkeiten. 🙂

So, dann hoffe ich ich kann Euch in Zukunft auch mit meinen anderen Blogbeiträgen erfreuen. Und Essen ist ja nicht außen vor.

Eure

@kischtrine

Schullandheim Reloaded – Barcamp Bodensee

Liebe Lesende,

Es war mal wieder so weit: Barcamp Bodensee!

Ich habe mich schon seit Wochen darauf gefreut und ich wurde nicht enttäuscht. Dieses Jahr fand das Barcamp in Friedrichshafen statt. Es war mein 2. Barcamp und es war toll. Was gewiss nicht nur der tollen Location zu verdanken war. Die Zeppelin Universität liegt nämlich direkt am See und somit in traumhafter Lage.

Bei einem Barcamp geht es nicht darum zu lernen wie man Cocktails mixt oder dass man besonders viel trinkt, wie der Name vermuten lässt, es geht eher darum Wissen zu teilen und mit Menschen in Kontakt zu treten und ins Gespräch zu kommen. Eine ziemlich gute 1 1/2 minütige Einführung gibt es von lightwerk auf Youtube zu sehen.

 

Ihr seht also, es kann, muss aber nichts mit Getränken zu tun haben.

Dieses Jahr wusste ich ja bereits was auf mich zu kommt. Aber letztes Jahr hatte ich schon Bedenken ob so ein Barcamp überhaupt etwas für mich ist. Ich bin zwar viel im Internet unterwegs und auf Twitter sehr aktiv. Aber trotzdem habe ich nichts mit Programmierung oder irgendwelchen IT Themen zu tun. Daher hatte ich Angst, dass es für mich keine relevanten Themen geben und ich mich doch sehr langweilen würde. Diese Angst kann ich Jedem nehmen!

Es hilft bestimmt zu wissen was Twitter (meinem Gefühl nach auch das Hauptkommunikationsmittel auf einem Barcamp) ist und wie das Internet funktioniert, da es in den Gesprächen doch immer wieder auch vor kommt, dass „Fachbegriffe“ benutzt werden. Jedoch war es bei mir immer so, dass Fragen zu jeglichen Themen bereitwillig beantwortet wurden, ohne dass ich schief angeschaut wurde.

Wie gesagt bin ich selbst eher nicht aus dem technischen Bereich, jedoch habe ich bislang immer Sessions gefunden, die mich ansprachen. Dieses Jahr ging es z.B. einmal um Vorsorgedokumente (Patientenverfügung/Vorsorgevollmacht), wir haben uns über Dialekte und was diese uns bedeuten unterhalten. Es ging um Foursquare und die Abspaltung der Swarm-App. Und eine Session handelte z.B. vom Aufräumen und Entrümpeln. Nicht zu vergessen ist natürlich das #sweetup bei dem Süßigkeiten verköstigt werden (genau mein Ding :-)). Ihr seht es ist wirklich für Jeden etwas dabei. Und sollte es zu einer Zeit mal kein interessantes Thema geben, kann man sich immer noch draussen hin setzen und sich mit den anderen Leuten unterhalten, die ebenfalls eine Pause einlegen. Es wird bestimmt nicht langweilig und niemand wird zu irgendwas gezwungen!

Vor allem aber geht es wirklich darum Menschen zu treffen.

Mit ca. 90-100 Teilnehmern war das Barcamp dieses Jahr sehr familiär und es war einfach, sich während und nach den Sessions zu unterhalten und Spaß miteinander zu haben. Ich selbst würde mich nicht unbedingt als jemanden bezeichnen, der einfach auf Menschen zu geht und Leute anspricht, trotzdem habe ich auf den beiden Barcamps schon viele, nette Menschen kennengelernt. Es ist einfach in den Sessions zu diskutieren und mit dem Einen oder Anderen kann man dann auch danach noch in ein Gespräch einsteigen. Man hat ja bereits ein gemeinsames Thema.

Die @purplegreen183 war dieses Jahr auch zum ersten Mal dabei und sie meinte, dass es ja ein bisschen wie ein Schullandheim Aufenthalt sei. Total locker und unter netten Menschen, mit etwas Input. Und da man auch Abends nach den Sessions noch etwas zusammen sitzt auch etwas übermüdet 😉

Und ich muss sagen: Sie hat Recht!  (Sie will beim nächsten Mal übrigens auch wieder dabei sein. Es scheint also als sei das ansteckend!)

Das Video oben kann übrigens nur theoretisch beschreiben wie es bei einem Barcamp ist. Man muss es einfach selbst mal erlebt haben. Ich selbst jedenfalls komme immer positiv gestimmt und beschwingt von den Barcamps nach Hause.

Barcamps sind meistens kostenlos und selbst das Essen und die Getränke werden von Sponsoren bezahlt, sodass ihr quasi nur die Anreise und Unterkunftskosten selbst tragen müsst. Barcamps leben aber auch vom Mitmachen. Das heisst jeder sollte, muss aber keine Session halten, und jeder sollte mal beim Helfen mit anpacken. Beim Barcamp Bodensee trägt man sich dazu in „Stundenpläne“ ein und in dieser Zeit übernimmt man eine kleine Aufgabe. Das kann bedeuten die Ankömmlinge am Check-In Schalter zu empfangen, den Kühlschrank mit Getränken zu befüllen, Kaffee zu machen oder einfach mal rum zu laufen und den Müll zusammen zu sammeln. Es gibt in der Regel kein Personal, sodass jeder mit anpackt!

Barcamps gibt es fast überall und ihr findet sie auf Barcamp Liste.de (auch für Österreich und die Schweiz). Hier findet ihr auch Themencamps, die ebenfalls breitgefächert angeboten werden.

Ich habe mir vorgenommen dieses Jahr auf das Barcamp Schweiz zu gehen (wohl leider nur am 24.08.) und auf das Barcamp Stuttgart.

Ich würde mich freuen, den Einen oder Anderen von Euch zu treffen!

 

Eure

@kischtrine

 

PS: Fotos, Tweets, Blogbeiträge usw. findet ihr bei eventifier.com

Time for Change?

Liebe Lesende,

Ich komme gerade frisch vom Barcamp Bodensee und eigentlich sollte hier ein Beitrag darüber stehen, aber ich bin total K.O. und schaffe das heute leider nicht mehr.  Dennoch bin ich voller Inputs und Inspiration…

Ich kann nur sagen, dass ich zusammen mit dem @thomasgemperle eine Ironblogging Session gehalten habe und ich mir nach längerem Schwelen in den letzten Wochen nun noch konkreter Gedanken darüber mache, wie es mit meinem Blog weiter gehen soll. Ich habe gemerkt, dass ich mich mit dem „Foodblogging“ etwas verrannt habe und ich das nicht so erfüllen kann, wie ich das gerne tun würde. Vielleicht stelle ich auch zu hohe Ansprüche an mich, das kann ich nicht so genau sagen. Jedoch habe ich schon den Anspruch, nicht einfach irgend einen Beitrag zu schreiben, nur um etwas geschrieben zu haben. Dann zahle ich lieber. Jedoch merke ich, dass ich zu dem Foodthema nicht so viel Input habe, den ich im Blog verarbeiten kann.

Daher stand ich in den letzten Wochen immer wieder vor der Frage, ob ich aus den Ironbloggern austreten sollte oder ob ich ggf. nur das Blog für andere Themen öffne und ich darin nicht nur vornehmlich das Thema „Essen“ behandeln möchte.

Ich habe dies auch heute in der Ironblogging Session angesprochen und habe dahingehend Tipps bekommen, doch einfach den Wandel gen „Öffnung“ zu machen. Und ich muss sagen, dass ich mich mit dem Gedanken so langsam doch anfreunden kann.

Ich werde mir also in den kommenden Wochen Gedanken machen, wie ich diesen Wandel vollziehen kann.

 

Bis dahin hoffe ich ihr bleibt mir gewogen.

 

Eure @kischtrine

#tweetupTGKN WM-Tippspiel

Liebe Lesende,

Bald geht ja die WM in Brasilien los, und da kam mir die Idee, man könnte ja ein Tippspiel in illustrer Runde anzetteln.

Ich habe nun auf Kicktipp.de eine Gruppe eingerichtet, bei der ihr Euch registrieren könnt. Ich muss Euch erst frei schalten, damit nicht jeder der Gruppe beitreten kann. Also wäre es toll, wenn ihr vielleicht ne Mailadresse nutzt, aus der ersichtlich ist wer ihr seid, oder ihr schickt mir eine DM, damit ich Euch zuordnen kann.

Die Gruppe heisst zwar #tweetupTGKN jedoch steht es natürlich jedem frei sich anzumelden. Da es auf Twitter aber bereits die Idee gab, das Geld, das zusammen kommt bei einem Treffen den 3 Erstplatzierten zu übergeben und dann gemeinsam zu Essen und zu Trinken, und ich das eigentlich eine sehr schöne Idee finde, wäre es sicher von Vorteil, wenn die Teilnehmer nicht zu weit weg wohnen und tatsächlich die Möglichkeit haben auch zum Treffen zu kommen.

Wie es aber genau mit Tippeinsätzen usw. aussieht würde ich gerne im Forum der Tipprunde besprechen. Solltet ihr vor der Registrierung noch Fragen haben, dann könnt ihr sie mir gerne hier oder via Twitter stellen.

Ich würde mich jedenfalls riesig freuen, wenn ein paar Leute mitmachen würden.

Ebenfalls fänd ich es schön, wenn wir vielleicht mal ein Treffen zu einem Public Viewing schaffen würden, ich denke das würde auch ne Menge Spaß bringen. Aber das kann man dann ja noch sehen und auch doodlen.

Soweit so gut. Nun anmelden!!! 🙂

Eure @kischtrine

Alemannisch – ein kleiner Exkurs

Liebe Lesende,

Diese Woche ein Beitrag, der nichts mit Essen zu tun hat, sondern mit Sprache.Voraussichtlich habe ich mit diesem Beitrag hauptsächlich Follower des @ichbinbw Accounts auf mein Blog gelockt.

Herzlich Willkommen!

Da ich diese Woche den @ichbinbw Account betreue habe ich mir überlegt Euch den alemannischen Dialekt etwas näher zu bringen, der quasi meine Muttersprache ist. Ich merke immer wieder, dass der Dialekt, der im südbadischen Raum gesprochen wird kaum bekannt ist. Fast alle Menschen aus den anderen Bundesländern würden mich bestimmt eher als Schweizerin bezeichnen, würden sie mich nur im Dialekt reden hören. Man würde mich aber sicherlich eher weniger nach Baden-Württemberg stecken, denn für Viele gilt:  Baden-Württemberg = Schwäbisch, was natürlich nicht so ist.

Ich habe mich nicht so sehr mit dem Dialekt auseinandergesetzt, dass ich hier eine wissenschaftliche Abhandlung darüber liefern kann, es geht einfach darum ihn vielleicht ein bisschen bekannter zu machen.

Ich bin im nördlichen Teil des Landkreises Waldshut, unweit der Rothaus Brauerei, aufgewachsen. Das ist die Region in der der Südschwarzwald fast schon in die Region „Hochrhein“ übergeht. Dieses Gebiet gehört zum Rand des hochalemannischen Sprachraums, welcher vor allem in der Schweiz liegt.  Dies erklärt auch, dass sich die Sprachen sehr ähneln. Im Dialekt meines Heimatorts ist auch das etwas härtere „CH“ noch zu hören, jedoch nicht ganz so ausgeprägt wie in der Schweiz. Vor allem bleibt das „K“ auch ein „K“ und wird nicht zum „CH“. Jemand der hier in der Region wohnt hört die Unterschiede des deutschen und des schweizerischen Alemannisch deutlich, doch denke ich, dass es für Menschen, die noch nie bzw. selten mit dem Alemannischen in Berührung gekommen sind nicht ausmachen können, um welchen Dialekt es sich nun handelt. Um Euch ein Bild vom Unterschied machen zu können, hat sich @Molossoidea bereit erklärt ein paar Sätze auf Schweizerdeutsch (sie selbst bezeichnet es als Zürich gemisch) einzulesen. Im 2. Beitrag hört ihr wie sich die Sätze in meinem Dialekt anhören.

Auf Hochdeutsch heisst das:

Diese Woche will ich Euch den alemannischen Dialekt näher bringen.

Vielleicht hört ihr ja den Unterschied zwischen Schweizerdeutsch und dem Alemannischen.

Wenn man nicht so oft mit dem Dialekt konfrontiert ist, ist es sicher gar nicht so einfach das zu unterscheiden.

Aber vielleicht schaff ich ja ein bisschen mehr Verständnis mit meinem kleinen Aufklärungsversuch.

 

In den letzten Jahren ist mir aufgefallen, dass der Dialekt immer mehr verloren geht, was ich sehr schade finde. Ich denke, dass die vielen Dialekte in Deutschland auch ein Teil der Kultur sind und daher gepflegt werden sollten. Jedoch taucht immer mehr das Hochdeutsche in allen Regionen Deutschlands auf.
Auch ich rede die meiste Zeit Hochdeutsch oder einen Kauderwelsch. Nur wenn ich in meiner Heimat bin oder mit Leuten aus meiner Heimat telefoniere, fröhne ich dem Dialekt. Jedoch gehen auch in meinem Wortschatz immer mehr Worte verloren, die ich früher tagtäglich verwendet habe. Als ich vor ein paar Jahren mal mit einem fast 80jährigen Onkel gesprochen habe, hat er im Gespräch immer wieder Worte verwendet, die ich längst vergessen hatte oder die ich nicht einmal gekannt habe. So verlieren sich Dialektworte von Generation zu Generation wohl tatsächlich immer mehr. Die „Muettersproch Gsellschaft“ setzt sich dafür ein, dass Alemannisch nicht vergessen wird und hat auf ihrer Homepage http://www.alemannisch.de viele Informationen zum alemannischen Dialekt zusammengetragen. Was ich auch toll finde ist die Band „LUDDI“ die Lieder im Mundart schreibt und damit in unserer Region auch recht erfolgreich ist.

 

Ich muss sagen, dass ich in der Zeit in der ich in Australien war mich immer erst dann richtig heimisch gefühlt habe, wenn ich Menschen aus der Schweiz getroffen habe, weil ich einfach reden konnte wie mir der Schnabel gewachsen war. Ich glaube, dass mein Hochdeutsch zwar recht gut ist, jedoch ist es eine Sprache, die ich mir über die Jahre angeeignet habe. Meine ersten Worte habe ich nunmal im Dialekt gesprochen und auch in der Schule wurde erst ab der Oberstufe richtig Wert darauf gelegt, dass wir im Unterricht hochdeutsch sprachen.

Für diese Woche habe ich mir überlegt, jeden Tag eine Art Wortquiz zu veranstalten. Ich stelle ein Wort via Audioboo vor, sodass ihr Euch ein Bild von diesem Dialekt machen könnt. Vielleicht erkennt ihr ja was es bedeuten könnte.  Gerne könnt ihr mir auch Sätze schreiben, die ich dann je nachdem wie ich  Zeit habe, übersetze und für Euch einspreche. Ebenso steht es Euch natürlich frei mir Fragen zu stellen, die ich versuchen werde zu beantworten.

Nun hoffe ich, dass wir jede Menge Spaß zusammen haben werden und ich bin gespannt was ihr mir Alles zu sagen habt 🙂

Eure

@kischtrine